Die Digitalisierung wälzt zahlreiche Branchen um und transformiert Geschäftsmodelle wie Märkte. Viele Bereiche der Wirtschaft erhoffen sich vom Sprung in digitale Abläufe neue Impulse für ihr Geschäft und damit letztlich Wachstum und steigenden Umsatz. Auch im Bereich der digitalen Zahlungslösungen sind die Auswirkungen in den letzten Jahren deutlich zu spüren und das nicht nur im Onlinehandel, sondern zunehmend in der Versicherungsbranche.

Versicherungen bauen seit langer Zeit auf das klassische Bezahlmodell: Sie ziehen die Beitragszahlungen in den meisten Fällen per SEPA-Lastschrift ein, alternativ lassen sie sich die Beträge vom Kunden überweisen. Doch wenn das so gut funktioniert, warum sollten Versicherungsunternehmen mit dem Gedanken spielen, ihre Payment-Infrastruktur zu modernisieren?

Zahlungslösungen und Reports für Versicherer

Mit steigender Digitalisierung der Zahlungen steigt auch die Menge an betrügerischen Rücklastschriften. Ein modernes Chargeback-Management gewährt detaillierte Informationen darüber, wie Rückbuchungen zustande kommen. Versicherer sind dadurch in der Lage, präzise Fehlercodes auszuwerten und verstehen dadurch, was der Grund für einen Chargeback war. Da das Ganze digital abläuft, schließen sie diesen Findungsprozess sehr schnell ab und können schnell reagieren. Wird die Auswertung zudem von integrierten Echtzeit-Risikoprüfungen begleitet, kommen Chargebacks zudem deutlich seltener zustande. Intelligente Lösungen minimieren betrügerische Rückbuchungen und sparen dem Versicherer dadurch Aufwand und Geld.

Assekuranzen mit einer großen Zahl an Kunden sind darüber hinaus auf effiziente Tools angewiesen, die ihnen helfen, Transaktionen und Beitragsbuchungen automatisiert zusammenzuführen, denn je höher die Menge an Daten, desto schwerwiegender schlagen die Kosten für deren Auswertung zu Buche. Ebenso wichtig ist das sogenannte Batch-Handling, eine Verarbeitungsmethode, die es ermöglicht, gleichzeitig Beiträge von abertausenden Versicherten einzuziehen.

Den Endverbraucher in die Komfortzone bringen

Auch von Kundenseite her gedacht stellt eine optimierte Zahlungsinfrastruktur für Versicherer einen enormen Gewinn dar. Endverbraucher sind es durch jahrelange Erfahrungen im Onlinehandel gewohnt, komfortable und sichere Zahlarten wie Kreditkarten, PayPal oder seit einiger Zeit auch Apple Pay nutzen zu können.

Versicherungsunternehmen können für geeignete Produkte von diesem Trend profitieren und ihre Konversionsraten steigern, indem sie einen passenden Payment-Mix anbieten. Es ist erwiesen, dass Konsumenten, die im Checkout eine ihrer bevorzugten Zahlarten antreffen, eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, ein Produkt auch wirklich zu kaufen.

Gerade die wachsende Zahl neuartiger Versicherungsangebote ist für diese Art der Zahlungsoptimierung wie geschaffen: Für Interessenten, die spontan Policen für zeitlich befristete Situationen abschließen möchten, ist eine SEPA-Überweisung vergleichsweise unkomfortabel. Zudem besteht für die Versicherungen das Risiko, dass Kunden Beträge zurückbuchen, falls nichts passiert ist. Wenn sie hingegen kurzfristig auf Reisen eine Flugversicherung, nach dem Kauf ihres neuen Handys eine Versicherung gegen Smartphonediebstahl oder im Urlaub eine Unfallversicherung auf der Skipiste abschließen wollen, dann kommen PayPal, Kreditkarte und Co. wie gerufen.

Eine Zahlungslösung, bei der Versicherer ihren Kunden einen optimierten Checkout mit passenden Payment-Optionen anbieten können, ist hierbei Gold wert. Für die Anbieter besonders attraktiv sind Lösungen, bei denen sie Zahlungsoptionen einfach und schnell aktivieren und deaktivieren können. So sind sie in der Lage, schnell auf veränderte Zahlungspräferenzen zu reagieren und können unkompliziert die Zahlungserfahrung für den Kunden optimieren.

Rechnungsbegleichung war noch nie so einfach

Was aber, wenn ein Versicherungsnehmer den Beitrag einer bereits lange laufenden Versicherung nicht beglichen hat? Das ist eine unangenehme und stressige Lage für den Kunden; selbst dann, wenn er eine Zahlung schlicht vergessen hat. Doch auch hier helfen moderne Payment-Lösungen. Dank QR-Codes und Payment-Links zahlen sie den ausstehenden Betrag bequem aus einer E-Mail heraus, die ihnen der Versicherer schickt. Ein Klick auf den Zahlungslink genügt und der Kunde landet auf einer Bezahlseite, die ihm alle gewünschten Optionen und Zahlarten bietet.



Dieser einfache Kniff führt zu einer nachweislich schnelleren und positiveren Reaktion des Versicherungsnehmers auf Zahlungsaufforderungen und -erinnerungen und bedeutet dabei keinen zusätzlichen Implementierungsaufwand auf der Website des Unternehmens.

Ein solch intelligenter Ansatz lässt sich auch in anderen Zusammenhängen nutzen, wie beispielsweise dem Up- oder Cross-Selling von Versicherungsprodukten. Das Ziel ist es stets, die Hürden für den Verbraucher so gering wie möglich zu gestalten und den Komfort zu maximieren.

Mehr als SEPA: wiederkehrende Zahlungen

Doch wie sieht es mit dem Kerngeschäft der meisten Versicherer aus: den wiederkehrenden Zahlungen? Auch hier lohnt es sich, mit dem Fortschritt zu gehen. Die sogenannten Recurring Payments sind schon lange keine Domäne der SEPA-Lastschriften mehr. Auch Kreditkarten können diesen Service bieten. Doch dafür müssen Versicherer in der Lage sein, die Daten in einem eigenen System zu speichern. Datenschutzkonform ist das nur über eine PCI DSS Zertifizierung in tokenisierter Form.

Ein Payment Service Provider wie Computop löst dieses Problem, denn er ist in der Lage, die sensiblen Kreditkartendaten so zu verschlüsseln, dass auf den Servern nur noch Tokens, also Ersatznummern, gespeichert werden. Der Vorteil: Diese Nummern sind im Falle eines Datenabflusses in die Hände Krimineller für diese wertlos und schützen somit den Kunden, aber auch den Versicherer vor Missbrauch.

Die Zahlungsdiensterichtline PSD2 stellt an die technische Verarbeitung von „Recurring Payments“ zudem hohe Anforderungen, damit sie auch ohne erneute Authentifizierung des Kunden ausgeführt werden können, wenn sich der Vertrag verlängert. Dadurch entstehen attraktive Alternativen zur SEPA-Lastschrift, die dem Verbraucher in vielerlei Hinsicht echte Mehrwerte bieten. So zeigt sich, dass Digitalisierung im Bereich der Assekuranzen deutlich mehr umfasst als beispielsweise den Wandel von Filialversicherern zu Direktversicherern. Sie ermöglicht vielmehr eine ganz neue Produktwelt und hebt die Sicherheit für alle Beteiligten auf ein neues Niveau. Somit legt sie auch in dieser Branche den Grundstein für höhere Kundenzufriedenheit und damit letztlich engere Kundenbindung und steigende Umsätze.



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