Bargeldlos bezahlen – ist das eigentlich gut für das Klima? Oder schlecht? Der physische Transport von Scheinen und Münzen entfällt jedenfalls, und das ist schon mal eine gute Nachricht. Fest steht jedoch: auch der reine Transport von Daten verursacht einen gewissen CO2-Ausstoß. Die Payment People wollten wissen, wie viel – und fanden es mit Hilfe der Experten von Climate Partner heraus.

Seit diesem Jahr ist Computop Mitglied von Leaders for Climate Action. Hier treffen sich Unternehmen vor allem der Digitalwirtschaft, die verstanden haben, dass wir keinen Planeten B besitzen. CO2-Kompensation und -Reduktion sind die Ziele der Mitglieder hier, und natürlich: weitere Unternehmen und ihre führenden Köpfe anstecken mit der Begeisterung für den Klimaschutz.

Vor dem Kompensieren steht das Analysieren. Was genau im Zahlungsverkehr verursacht eigentlich Emissionen? Es ist, wie so häufig, der Transport. In diesem Fall der Transport von uns Menschen: Den Kollegen, die reisen, um Kunden zu besuchen, Partnerschaften zu schließen, an Events teilzunehmen. Zur Arbeit zu kommen. 

Tatsächlich waren die Firmenfahrzeuge und ihr Benzinverbrauch 2019 der größte Posten an direkten Emissionen. Noch größer ist ein CO2-Block im Bereich der indirekten Emissionen, also des Ausstoßes, der durch die Nutzung externer Dienstleistungen erzeugt wird: die Anfahrt der Mitarbeiter wirkt sich mit fast einem Drittel aller Emissionen auf die Klimabilanz aus. Platz drei nehmen die Flüge ein – trotz einer „Rail first“-Strategie ließ sich 2019 der Flugverkehr nicht ganz vermeiden und trägt mit fast 20% zum Gesamtausstoß bei.

Mobilität ist der Hauptfaktor

Der Löwenanteil wird also durch Mobilität verursacht. Platz vier im CO2-Ranking, schon mit unter 10%, belegt die Wärmeerzeugung für die Büros. Kommen jetzt endlich die Emissionen, die der Betrieb der Zahlungsplattform verursacht? Noch lange nicht. Die Vorlieferanten zum Kraftstoffverbrauch, die Bahnfahrten, selbst der Kaffee, der die Payment People in Betrieb hält: jeder dieser Einzelposten erzeugt mehr CO2 als unsere Zahlungssoftware. Auf Platz 9 schließlich, mit 0,5% der Emissionen, kommt der Rechenzentrumsbetrieb.

Ein Klacks, das zu kompensieren. Aber das eine ist ohne das andere nicht zu haben. Eine globale Zahlungsplattform mit über 350 Zahlarten funktioniert nicht ohne die Menschen, die sie entwickeln, warten, vor Angriffen schützen – und sie zu den Kunden bringen. Und so wollen wir – natürlich – den Gesamtausstoß an CO2 ausgleichen, der von Computop ausgeht. Die ganzen 488 Tonnen, und 10% obendrauf, zur Sicherheit. Denn unsere Berechnung ist bestimmt noch nicht perfekt und wird es vielleicht auch nie ganz werden.

Bessere Öfen – weniger CO2

Szenenwechsel: wir sind in Peru. Die Menschen auf dem Land leben oft in sehr einfachen Verhältnissen. Sie heizen und kochen mit einem offenen Feuer in ihren Hütten. Das ist nicht sehr effizient und verbraucht viel Holz, das dafür gesammelt und geschlagen wird. Das französisch/peruanische Projekt Microsol unterstützt die Bauern dabei, einfache Kochöfen einzubauen, die mit viel geringerem Holzbedarf besser heizen und kochen. 

Über 100.000 dieser Öfen konnten schon gebaut werden, was zu einer jährlichen Einsparung von 250.000 Tonnen CO2 führt und wir freuen uns sehr, zur Finanzierung dieses Projekts beitragen zu dürfen. Vor allem, weil dabei auch noch UN-Entwicklungsziele wie bessere Gesundheit (durch die Ableitung des Rauchs) oder Vermeidung von Kinderarbeit (durch weniger Holzsammeln) unterstützt werden. Ohne die Finanzierung durch viele Unternehmen (und auch Privatpersonen) wäre diese Einsparung nicht möglich – das ist echte, zertifizierte CO2-Kompensation von einem Erdteil zum anderen.

Ist bargeldloses Bezahlen also gut für das Klima? Das ist immer noch nicht leicht zu beantworten. Aber vielleicht kann Computop es durch klimaneutrales Payment ein bisschen besser machen. Und möglicherweise treffen sich ja bald noch mehr Händler und Partner bei den Leaders for Climate Action. Wir würden uns freuen! 

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